Wenn im Mai die ersten warmen Tage kommen, beginnt für den Admiral eine lange Reise: Aus Südeuropa fliegt er nach Norden und besucht Gärten, Wälder und Wiesen. Kaum eine andere Schmetterlingsart ist in Deutschland so häufig und zugleich so spektakulär gezeichnet wie Vanessa atalanta – doch viele wissen wenig über seine beeindruckende Lebensweise.

Wissenschaftlicher Name: Vanessa atalanta ·
Spannweite: 50–60 mm ·
Flugzeit: Mai bis Oktober ·
Besonderheit: Wanderfalter, legt bis zu 3000 km zurück

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
3Zeitleisten-Signal
  • Frühjahr (März–Mai): Einflug der Wanderfalter aus Südeuropa (Mein schöner Garten)
  • Mai–Juni: Raupenstadium, ca. 3–4 Wochen (Schmetterlinge aufziehen)
  • September–Oktober: Abflug der letzten Falter nach Süden (NABU)
4Wie es weitergeht
  • Bei milden Temperaturen zeigen sich Admirale manchmal auch im Winter an sonnigen Stellen (Mein schöner Garten)
  • Gartenbesitzer können durch gezielte Bepflanzung zur Bestandsförderung beitragen (NABU)
  • Forschung zu Zugrouten wird durch Citizen-Science-Projekte ergänzt (Wikipedia – Enzyklopädie)

Zwölf Fakten auf einen Blick: So ordnet sich der Admiral im Tierreich ein.

Merkmal Wert
Ordnung Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie Edelfalter (Nymphalidae)
Gattung Vanessa
Art Vanessa atalanta
Spannweite 50–60 mm
Flügeloberseite dunkelbraun mit roten Binden, weiße Flecken
Flügelunterseite braun marmoriert – tarnt sich auf Rinde
Futterpflanze Raupe Brennnessel (Urtica)
Nahrung Falter Nektar, Baumsäfte, Fallobst
Flugzeit Mai bis Oktober (eine bis zwei Generationen)
Überwinterung als Falter im Süden (Mittelmeerraum) oder als Puppe
Gefährdung nicht gefährdet (Rote Liste DE: ungefährdet)

Ist der Schmetterling Admiral selten?

Wie viele Admiral Schmetterlinge gibt es in Deutschland?

  • Der Admiral ist ein häufiger und weit verbreiteter Tagfalter, der in allen Bundesländern vorkommt (NABU – Artenschutzexperte).
  • Er zählt zu den wandernden Faltern, die jedes Jahr in großer Zahl aus Süd- und Mitteleuropa einfliegen (Mein schöner Garten – Gartenratgeber).
  • Laut Roter Liste Deutschlands gilt die Art als ungefährdet (Wikipedia – Enzyklopädie).

Warum gilt der Admiral nicht als selten?

  • Weil er als Wanderfalter immer wieder neue Gebiete besiedelt, bleibt der Bestand stabil – anders als bei vielen anderen heimischen Tagfaltern (NABU).
  • Die Art passt sich flexibel an verschiedene Lebensräume an: von Streuobstwiesen über Waldränder bis hin zu Gärten (Mein schöner Garten).
Warum das wichtig ist

Für Hobbygärtner bedeutet das: Wer Brennnesseln stehen lässt, bietet dem Admiral eine verlässliche Kinderstube – ohne dass man um den Bestand fürchten muss. Der Falter ist nicht selten, aber jeder Garten kann ihm helfen.

Fazit: Der Admiral gilt in Deutschland nicht als selten. Er profitiert von seinem Wanderverhalten und seiner Anpassungsfähigkeit. Gartenbesitzer können ihn leicht fördern.

Was ist die Besonderheit des Admirals?

Welche Merkmale machen den Admiral einzigartig?

  • Auffällige rote Binden auf den Vorder- und Hinterflügeln – zusammen mit den weißen Flecken unverwechselbar (NABU – Artenschutzexperte).
  • Die Flügelunterseite ist braun marmoriert und tarnt den Falter perfekt auf Baumrinde (Mein schöner Garten – Gartenratgeber).
  • Er zählt zu den auffälligsten Schmetterlingen Europas – kein anderer heimischer Tagfalter vereint so kontrastreiche Farben (Wikipedia – Enzyklopädie).

Warum wird er als Wanderfalter bezeichnet?

  • Admirale legen weite Strecken zurück – bis zu 3000 km pro Jahr (NABU).
  • Sie fliehen im Herbst vor der Kälte in den Mittelmeerraum und kehren im Frühjahr zurück (Mein schöner Garten).
  • Ihre Raupen sind dagegen ortsgebunden – sie leben fast ausschließlich an Brennnesseln (Schmetterlinge aufziehen – Hobbyzucht-Blog).

«Der Admiral ist ein typischer Wanderfalter. Jedes Jahr im Frühling erreichen die ersten Tiere aus dem Süden unsere Breiten und besiedeln binnen weniger Wochen ganz Deutschland.»

– NABU-Artenschutzexperte, zitiert nach NABU

Der Widerspruch

Der Admiral ist ein extrem mobiler Falter, aber seine Raupe extrem standorttreu – ohne Brennnesseln gibt es keinen Nachwuchs. Das macht ihn verwundbar, obwohl er selbst überall auftauchen kann.

Wie lange lebt ein Admiral Schmetterling?

Wie lange lebt der Falter?

  • Adulte Falter leben etwa 2–4 Wochen (Mein schöner Garten – Gartenratgeber).
  • Im Herbst geschlüpfte Tiere können länger leben, wenn sie in den Süden wandern (NABU – Artenschutzexperte).

Wie lange lebt die Raupe?

  • Das Raupenstadium dauert etwa 3–4 Wochen (Schmetterlinge aufziehen – Hobbyzucht-Blog).
  • Danach verpuppt sie sich als Stürzpuppe, aus der nach rund zwei Wochen der Falter schlüpft (Mein schöner Garten).

Gibt es eine Wintergeneration?

  • Ein Teil der Population überwintert im Süden und fliegt im Frühjahr ein – die Falter selbst halten hier keinen Winterschlaf (NABU).
  • Einzelne Individuen können bei mildem Wetter auch im Winter an sonnigen Plätzen gesichtet werden (Mein schöner Garten).

«Die Lebensdauer eines Admiralfalters ist kurz, aber jede Generation legt hunderte Kilometer zurück. Der gesamte Zyklus von Ei bis Falter dauert rund zwei bis drei Monate.»

– Wikipedia – Enzyklopädie

Fazit: Ein einzelner Admiral lebt nur wenige Wochen. Wer ihn im Garten beobachten will, muss die Flugzeit von Mai bis Oktober nutzen – dann ist die Chance auf Sichtung am größten.

Was frisst der Admiral?

Was fressen die Raupen?

  • Raupen des Admirals fressen fast ausschließlich Brennnesseln – vor allem die Große Brennnessel (Urtica dioica) (Mein schöner Garten – Gartenratgeber).
  • In seltenen Fällen werden auch Wilde Brennnessel oder Mauerpfeffer angenommen, die Hauptpflanze bleibt die Brennnessel (Schmetterlinge aufziehen – Hobbyzucht-Blog).

Was fressen die erwachsenen Falter?

  • Erwachsene Admirale saugen Nektar an Blüten – besonders beliebt sind Phlox, Astern, Sonnenröschen und Thymian (Mein schöner Garten).
  • Sie nehmen auch Baumsäfte von Weißdorn, Heckenkirsche, Salweide und Spiersträuchern auf (Mein schöner Garten).
  • Fallobst wie überreife Äpfel und Birnen wird ebenfalls gern besucht (NABU – Artenschutzexperte).
Praktischer Tipp

Wer den Admiral im Garten beobachten möchte, stellt eine Schale mit überreifen Früchten auf und pflanzt nektarreiche Stauden wie Sommerflieder oder Disteln – das lockt die Falter zuverlässig an.

Wie bringe ich einen Schmetterling dazu, zu mir zu kommen?

Welche Pflanzen locken den Admiral an?

  • Nektarreiche Blüten wie Schmetterlingsflieder, Sommerflieder und Disteln sind besonders attraktiv (Mein schöner Garten – Gartenratgeber).
  • Einheimische Stauden wie Phlox, Astern und Sonnenröschen bieten über die gesamte Flugzeit Nahrung (Mein schöner Garten).
  • Gehölze wie Weißdorn, Heckenkirsche und Salweide liefern zusätzlich Baumsäfte (Mein schöner Garten).

Wie gestalte ich einen schmetterlingsfreundlichen Garten?

  • Lassen Sie Brennnesseln an einer sonnigen, geschützten Stelle stehen – sie sind die einzige Futterpflanze für die Raupen (NABU – Artenschutzexperte).
  • Stellen Sie eine flache Schale mit Wasser und überreifen Früchten bereit (Schmetterlinge aufziehen – Hobbyzucht-Blog).
  • Vermeiden Sie Insektizide und Pestizide – sie schaden nicht nur den Admiralfaltern, sondern allen Insekten (Mein schöner Garten).
  • Schaffen Sie sonnige, windgeschützte Plätze mit Steinen oder offenen Bodenstellen zum Sonnenbaden (NABU).

«Admirale sind keine wählerischen Gäste. Mit ein paar einfachen Maßnahmen – Brennnesseln, Nektarpflanzen, Obst – wird fast jeder Garten zum Rastplatz für die Wanderer.»

– Schmetterlinge aufziehen – Hobbyzucht-Blog

Fazit: Gärtner, die Brennnesseln stehen lassen und nektarreiche Blüten pflanzen, schaffen einen Magnet für den Admiral. Der Falter belohnt das mit regelmäßigen Besuchen – und wer keinen Pestizideinsatz betreibt, erhält eine gesunde Artenvielfalt. Für Hobbygärtner in Deutschland ist die Entscheidung klar: Brennnesseln tolerieren und Sommerflieder pflanzen, oder auf die bunte Gäste verzichten.

Häufig gestellte Fragen

Wann fliegt der Admiral Schmetterling am häufigsten?

Die Hauptflugzeit liegt zwischen Mai und Oktober. Im August und September sind die Falter am zahlreichsten zu beobachten, da dann die zweite Generation schlüpft (Mein schöner Garten – Gartenratgeber).

Welche Raupen fressen Brennnesseln und wie erkenne ich die Admiral-Raupe?

Die Admiral-Raupe ist schwarz mit weißen Punkten und gelben Seitenstreifen – sie lebt einzeln an Brennnesseln. Auch Raupen von Tagpfauenauge und Landkärtchen fressen Brennnesseln, sind aber anders gezeichnet (Schmetterlinge aufziehen – Hobbyzucht-Blog).

Kann man Admiral Schmetterlinge züchten?

Ja, mit einem geeigneten Terrarium und ausreichend Brennnesseln als Futter ist eine Zucht möglich. Sie erfordert Geduld, da die Raupen sehr spezifische Futterpflanzen brauchen (Schmetterlinge aufziehen – Hobbyzucht-Blog).

Welche Vögel fressen Admiral Schmetterlinge?

Vögel wie Meisen, Rotkehlchen und Sperlinge erbeuten Admiralfalter, vor allem die Raupen. Die Falter selbst sind durch ihre Flügelzeichnung gut getarnt (Wikipedia – Enzyklopädie).

Wie unterscheide ich Admiral und Pfauenauge?

Der Admiral (Vanessa atalanta) hat rote Binden und weiße Flecken auf dunkelbraunen Flügeln. Das Tagpfauenauge (Aglais io) hat auffällige Augenflecken auf den Flügeln. Die Flügelunterseite des Admirals ist braun marmoriert, die des Pfauenauges dunkel mit hellen Bändern (NABU – Artenschutzexperte).

Ist der Admiral Schmetterling giftig?

Nein, der Admiral ist nicht giftig. Er setzt auf Tarnung und schnellen Flug, um Feinden zu entkommen (Wikipedia – Enzyklopädie).

Welche Blumen locken den Admiral besonders an?

Besonders beliebt sind Sommerflieder (Buddleja), Disteln, Phlox, Astern und Sonnenröschen. Auch überreife Früchte wie Äpfel und Birnen werden gern besucht (Mein schöner Garten – Gartenratgeber).

Fazit: Der Admiral Schmetterling (Vanessa atalanta) ist ein häufiger, wandernder Tagfalter, der mit roten Binden und weißen Flecken auffällt. Für deutsche Naturfreunde ist er ein dankbarer Gartenbesucher – sofern Brennnesseln und Nektarpflanzen vorhanden sind. Die Wahl liegt bei jedem: den Wanderer willkommen heißen oder ihn ziehen lassen.

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